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Reise

Reiseportal: Aufdrängen einer Reiseversicherung sowie Nichtinkludierung der Kosten für bestimmte Zahlart unzulässig

Urlaub Reiseportal Verbraucherschutz

Ein Kunde, der einen Flug bucht, darf beim Flugbuchungsvorgang nicht zweimal hintereinander dazu gezwungen werden, die zusätzliche Buchung einer Reiseversicherung jeweils per Klick „abzuwählen“. Ein solch gestalteter Buchungsprozess widerspricht dem zwingenden Gebot der Klarheit, Transparenz und Eindeutigkeit für die Gestaltung von Zusatzleistungen bei der Flugbuchung. Außerdem muss ein zusätzlich zu entrichtendes Entgelt für die Nutzung einer bestimmten Bezahlart direkt in den dargestellten Endpreis einberechnet sein und nicht erst in einem späteren Buchungsschritt. Dies hat, wie die Wettbewerbszentrale am 30.01.2017 mitteilte, der […]

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Reiserecht: Wurde Familienzimmer „für vier“ gebucht, müssen auch vier Personen Platz haben

1. Februar 2017
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Hotelzimmer Familienzimmer

Wer bei einem Reiseveranstalter ein Familienzimmer für vier Personen gebucht hat, der kann erwarten, dass darin auch Schlafgelegenheiten für vier Personen vorhanden sind.

Fehlt ein Bett, so handelt es sich nicht um eine „Unannehmlichkeit“, sondern um einen Reisemangel, der entschädigungspflichtig ist. Hier wurde der Familie in einem polnischen Hotel der Umzug in eine Suite angeboten, die allerdings mit 320 Euro separat zu bezahlen war. Das Amtsgericht Hannover verurteilte den Reiseveranstalter zur Erstattung dieses Aufpreises.

AmG Hannover, 562 C 12747/14

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Gepäckbeförderung beim Fliegen nur bei entsprechender Zusicherung kostenfrei

3. Oktober 2016
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koffer

Bei der Buchung eines Fluges ist ohne entsprechende Zusicherung in der Regel nicht davon auszugehen, dass die Gepäckbeförderung kostenfrei erfolgen wird. Dies stellt das Amtsgericht (AG) München klar.

Der Kläger kaufte bei einem Unternehmen, das ein Flugbuchungsportal anbietet, über das Internet zwei Flugtickets von Berlin nach Tel Aviv für rund 415 Euro. Nach den Flug- und Gepäckbestimmungen beinhaltete der gebuchte Tarif lediglich die kostenfreie Mitnahme von je einem Handgepäckstück pro Reisendem. Der Kläger und sein Begleiter flogen von Berlin nach Tel […]

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Reiseveranstalter darf für Pauschalreisen keine 40 Prozent Anzahlung verlangen

2. Oktober 2016
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pauschalreise anzahlung

Der Reiseveranstalter TUI darf für Pauschalreisen keine Anzahlung in Höhe von 40 Prozent des Reisepreises verlangen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle entschieden und damit einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) vollumfänglich stattgegeben. Eine solch hohe Anzahlung sei nur dann gerechtfertigt, wenn der Reiseveranstalter Vorleistungen in entsprechender Höhe erbringe. Dies habe TUI hier aber nicht nachweisen können, so der vzbv.

Das OLG Celle habe bereits 2013 entschieden, dass eine Anzahlung von 40 Prozent des Reisepreises die Kunden unangemessen benachteiligt und deshalb unzulässig ist. Der […]

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Reiserecht: Wer vorsichtshalber storniert, geht leer aus

5. Juni 2016
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Flugreise stornieren

Grundsätzlich ist es möglich, einen Flug wegen erheblicher politischer Unruhen und damit wegen „höherer Gewalt“ kostenfrei zu stornieren. Grundlage dafür ist regelmäßig eine Warnung des Auswärtigen Amtes, in das betreffende Land beziehungsweise in einen bestimmten Bereich dieses Landes zu fahren.

Wer jedoch quasi „vorausschauend“ seine Wochen zuvor gebuchte Flugreise storniert, der geht leer aus. Das heißt erstens: Es kommt maßgeblich auf den Zeitpunkt der Buchung und der Kündigung an. Und zweitens: Die höhere Gewalt darf nicht bereits bei der K […]

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